Baustart Albigna erfolgt

Jul
2020

Es ist zur Zeit wohl eine der schönsten Baustellen der Schweiz. Auf rund 2'100 m.ü.M. sind die Bauarbeiten zur ersten hochalpinen Photovoltaik-Anlage erfolgreich gestartet. Schon in wenigen Wochen wird an der über 60-jährigen Albigna-Staumauer Solarstrom produziert.

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit ewz diese Pionierleistung verwirklichen zu dürfen.

Mit der Montage der Kabelkanäle durch ewz-Mitarbeitende ist Ende Juni der Startschuss für den Bau der ersten hochalpinen Solar-Grossanlage an der Albigna Staumauer im Bergell gefallen. Rund sechs Kilometer Kabel werden 1'200 Photovoltaik (PV)-Module verbinden, um ab September Solarstrom von 2'100 Metern über Meer ins Netz einzuspeisen. Damit leistet ewz aktiv einen Beitrag zur Energiewende, zum Umwelt- und Klimaschutz.

Am Dienstag, 23. Juni 2020 wurden die ersten Kabelkanäle für die Solar-Grossanlage montiert, in die später rund sechs Kilometer Kabel verlegt werden. In den nächsten Wochen wird die Unterkonstruktion gebaut und die Solarmodule auf rund 670 Metern unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone montiert. Für einzelne Arbeitsschritte wird ein Brückenuntersichtsgerät eingesetzt, damit die ewz-Mitarbeitenden die Profile für die Unterkonstruktion an der Staumauer befestigen können. «Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden. Wir freuen uns auf dieses spezielle und innovative Projekt», sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt. Der Bau wird voraussichtlich Ende August 2020 abgeschlossen sein. Ab Mitte September 2020 wird die Anlage ans Netz angeschlossen.

Beitrag zur Versorgungssicherheit im Winter

Mit den über 1200 PV-Modulen mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak (kWp) können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von ca. 210 Stadtzürcher Haushalten*. Im Vergleich zu Anlagen im Mittelland ermöglichen hochalpine PV-Anlagen bessere Ertragswerte. Grund

dafür sind die intensivere Sonneneinstrahlung in diesen Höhenlagen sowie die reflektierende Schneedecke. Des Weiteren steigt die Effizienz von PV-Anlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der PV-Anlage wird im Winter anfallen. Die Anlage trägt somit zum Erhalt der Stromversorgung im Winter bei.

Synergien nutzen

Beim Bau und Betrieb der Anlage können verschiedene Synergien genutzt werden. Der Netzanschluss bei der Staumauer Albigna ist bereits vorhanden. Die Installationsarbeiten werden grösstenteils durch ewz-Mitarbeitende aus dem Bergell ausgeführt, die schon das Pilotprojekt initiiert haben.

(ewz)

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